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B: SNOWSTORM 1.0 Chronologisch

22.02.2012: Wie alles begann
Am 21. Februar 2012 waren wir zu Skitests im Skigebiet Notschrei über den Gipfeln von Freiburg. Auf dem Programm standen Gleitversuche zum Test neuartiger Skipräparationsmethoden. Um die Gleiteigenschaften der Ski zu testen, wurde eine Zeitmessanlage benötigt. Diese Anlage erhielten wir leihweise vom ehemaligen Biathlontrainer unseres Testers Volker Steier.
Eine Woche später erfuhr ich bei der Rückgabe der Zeitmessanlage, dass der Verleiher der
Bundestrainer des Paralympischen Teams Nordisch, Ralf Rombach war.
Für mich bedeutete dieser Tag den Einstieg in eine vollkommen neue Welt.

26.03.2012: Es fehlt Geld
Nachdem ich in mehreren Gesprächen mit Ralf Rombach tiefer in die Problemstellungen
des paralympischen Wintersports eingedrungen war, bestand nun die Herausforderung
in der Beschaffung von finanziellen Mitteln für ein gemeinsames Projekt.

15.04.2012: Sportförderung
Eine erste Möglichkeit für eine Förderung ergab sich durch eine Ausschreibung des Bundesinstituts für Sport (BISp). Gemeinsam mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg wurden wir aufgefordert, eine Expertise zu Möglichkeiten zur Optimierung der Sitzschlitten im Langlauf anzufertigen. Für die Studie gab es einen Zeitkorridor von 2 Monaten in dem die Wettkampfgeräte der Saison 2011/2012 bewertet wurden. Weitere Schwerpunkte lagen auf der Kraftübertragung Schlitten-Ski sowie Athlet-Schlitten, der Masse der verwendeten Materialien sowie der Sitzposition der Athleten. Eine zusammenfassende Bewertung umfasste die Sitzschlittenoptimierung, ein Modell zur quantitativen Bewertung sowie Optimierungsvorschläge. Die experimentellen Untersuchungen innerhalb des Projekts konzentrierten sich auf biomechanische Bewegungsanalysen sowie die Tribologie des Sitzschlittenfahrens.

10.05.2012: Besuch von der FIS
Heute hoher Besuch von der FIS. Renndirektor Walter Hofer hielt einen Vortrag über die neuesten Entwicklungen beim Skispringen.

Walter Hofer im Labor

Walter Hofer im Labor

30.05.2012: Ergebnisse Biomechanik
Biomechanik heißt, einen Athleten in voller Bewegung zu analysieren. Dabei geht es um Hebel und Winkel, Beschleunigungen und Kräfte. Ziel der Analysen war das Finden der optimalen Sitzposition des Athleten auf dem Schlitten, einer Position, die maximale Kraftentfaltung zulässt. Zur Sichtbarmachung der Bewegungsabläufe wurde Martin Fleig mit Reflektormarken an Armen, Rumpf und Beinen ausgestattet.

Biomechanische Analyse Position kniend

Biomechanische Analyse Position sitzend

Biomechanische Analyse Position kniend

Biomechanische Analyse Position kniend

Diese Marken wurden von 12 Kameras verfolgt, um die Komplexität der Abläufe auf die Bewegung eines Stabmodells zu reduzieren. Zur Komplettierung der Aussage erhielten die Stöcke Kraftsensoren, um den Vortrieb beim Doppelstockschub zu quantifizieren. Es stellte sich heraus, dass die kniende Position für ihn am günstigsten ist, da neben maximalem Vortrieb auch ein guter Sitzkomfort erreicht wurde.

30.06.2012: Ergebnisse tribologische Untersuchungen
Die Tribologie ist die Wissenschaft von Reibung, Verschleiß und Schmierung. Auf das Skifahren übersetzt bedeutet das die Analyse des Wechselspiels von Skibelag und Schnee mit einem nanometerdünnen Hauch von Wasser als Schmiermittel. Verschleiß bedeutet Abrieb vom Ski und das wiederum heißt abgetragenes Wachs und Spuren vom Polyethylen des Skibelags. Weitere Grundlagen sind auf der Seite Skitribologie dargestellt.
Niedrige Reibung ist essentiell für maximalen Doppelstockschub. Durch die Behinderung sind die Beine nicht nutzbar und Skating nicht möglich. Mehr noch, sobald der Schub abreißt besteht die Gefahr, dass der Athlet zurück rutscht. Daher mussten Möglichkeiten der optimalen Skivorbereitung gefunden werden.

25.11.2012: e-mail an Ralf Rombach
Hallo Herr Rombach,
es geht voran! Mittlerweile sind die ersten 40 T€ für die Entwicklung des neuen
Skischlittens eingeworben. Die Firma Tetra, mit der ich Reibungsmessgeräte
entwickle, hat 15 T€ zugesagt!
Am Freitag habe ich mit Dieter Thoma gesprochen. Er wird das Projekt (Codename
“Snowstorm”) medientechnisch begleiten. Morgen will ich Herrn Gollhofer das
Projekt vorstellen und am 3.12. könnte ich die weitere Planung darstellen.
Viel Erfolg im Schnee!!
Matthias Scherge

02.12.2012: e-mail an Schauspieler Erwin Aljukic
Hallo Herr Aljukic,
vielen Dank für die schnelle Reaktion! Ich habe eine Bitte an Sie, die fernab von der Modewelt ist. Es geht um die Vorbereitung der Paralympics 2014, speziell um den Bereich
Langlauf und Biathlon. Es geht um Athleten, die im Rollstuhl sitzen. Wir sind gerade in der Anfangsphase eines Projekts, welches die Entwicklung eines biomechanisch und reibungstechnisch optimierten Skischlittens zum Ziel hat. Jeder Athlet, den wir nach Sotschi schicken wollen, soll einen individuellen, an seine Behinderung angepassten Sitzschlitten erhalten. Unser Konsortium besteht aus Biomechanikern, Sportwissenschaftlern, Reportern und Ingenieuren. Können Sie sich vorstellen, bei diesem Projekt als Botschafter zu fungieren?
Viele Grüße aus Karlsruhe!
Matthias Scherge

12.12.2012: Die erste e-mail an das Konsortium
Sehr geehrte Projektpartner (in Vorbereitung),
heute hat die Firma Knoll/Montana ihre Zusage über 10 T€ plus 5 T€ Sachleistungen gegeben. Wir nehmen also Fahrt auf!!

Gestern saßen wir mit unserem Partner aus der Orthopädiemechanik zusammen und haben die Details geklärt. Durch die Vorarbeiten dieser Firma existiert bereits ein Gipsmodell unseres Athleten Martin Fleig. Dieses Modell werden wir in den Rechner überführen und dann den Schlitten konstruieren. Der Schlitten wird bei der Firma rpm GmbH gefertigt. rpm hat die Fertigung von 3 Schlitten zugesagt.

Ich hatte eben ein Telefonat mit dem Schauspieler Erwin Aljukic (Botschafter der Bundesregierung für Antidiskriminierung). Er soll die Ergebnisse des Projekts sportbegeisterten Behinderten ohne Olympiaaffinität näher bringen.
Sportliche Grüße aus Karlsruhe!
Matthias Scherge

20.12.2012: e-mail an Projektpartner Tetra
Hallo Olaf,
im Projekt Snowstorm sind mittlerweile 105 T€ zusammen gekommen. Mit dieser Summe (Geld und Sachleistungen) starte ich das Projekt. Für Euch könnte das Projekt eine Werbeplattform für mobile Reibungsmessgeräte bilden. Januar komme ich mit einem Kooperationsvertrag (Einseiter), der die Details regelt, auf Dich zu.
Bis dahin erholsame Feiertage!
Matthias

01.02.2013: Die erste Pressemitteilung
Am 1. Februar 2013 erschien die erste Pressemitteilung über das Projekt.

05.02.2013: Besuch bei Testo
Heute waren Ralf Rombach und ich bei der Firma Testo in Lenzkirch. Unser Projekt ist auf großes Interesse gestoßen. Testo hat uns mit Messtechnik ausgerüstet, um Feuchtigkeiten und Temperaturen mit hoher Genauigkeit messen zu können.

Bei Testo in Lenzkirch

Bei Testo in Lenzkirch

Messgeräte im Einsatz

Messgeräte im Einsatz

13.03.2013: Abflug nach Sotschi
Frankfurt – Moskau, Moskau – Sotschi so lautete die Route zu den Pre-Paralympics, den vorbereitenden Wettkämpfen in den Sportstätten der Paralympics 2014. Wir waren mit ca. 5 Stunden Vorlauf in Frankfurt angekommen. Der Transporter des Teams war bis zur Decke voll mit Ausrüstung beladen. Die erste Aufgabe an diesem Tag bestand im Transport von 500 kg Gepäck von der Parkmöglichkeit vor Terminal 2 zum Schalter der Aeroflot, was wir mit ungefähr 10 Rollwägen bewältigten. Nach und nach traf die Mannschaft in der Abfertigungshalle ein. Wie gewohnt waren die Rollis am schnellsten und halfen beim Zusammenhalten der Ausrüstung.

Am Aeroflot Schalter in Frankfurt

Am Aeroflot Schalter in Frankfurt

Etwa 4 Stunden vor Abflug begann das Einchecken der Mannschaft. Obwohl es sich bei den Waffen der Biathleten nur um Luftdruckgewehre handelte, gab sich der Zoll große Mühe. Die Waffen wurden eingehend inspiziert und nach 1 Stunde als flugtauglich erklärt.

Zollkontrolle der Waffen

Zollkontrolle der Waffen

Die nächsten Verzögerungen gab es bei der Deklaration des Übergepäcks in Form von Skisäcken, Wachstisch, Physiotherapiegeräten, usw.. Dieser Vorgang dauerte 2 Stunden, so dass wir eine knappe Stunde vor Abflug endlich fertig waren. Nun ging es zum Gate. Da Rollstuhlfahrer „Vortritt“ haben, gab es schon eine eindrucksvolle Schlange. Mittlerweile war es 17 Uhr und wir verließen Frankfurt mit einer kleinen Verspätung, die aber bis Moskau wieder aufgeholt werden sollte. In Moskau angekommen wurden die Einreiseformalien schnell erledigt, dann ging es zum Gepäckempfang, denn unsere 500 kg wollten auch offiziell in Russland begrüßt werden. Schon wieder tickte die Uhr, denn der Anschlussflieger musste in 60 Minuten abheben. Zum Glück hatte uns Aeroflot 14 Mitarbeiter mit entsprechend großen Wagen plus Walkie Talkie zur Verfügung gestellt.

Flugzeugwechsel in Moskau

Flugzeugwechsel in Moskau

Nach dem Empfang des Gepäcks ging es dann durch Gänge und Schleusen, die kein Normaltourist jemals zu sehen bekommt, an unser Anschlussgate und von dort aus direkt nach Sotschi, wo wir gegen 1 Uhr Ortszeit ankamen. Auf dem Flug trafen wir mit großem Hallo die Nationalmannschaft von Norwegen und in Sotschi die Polen, Amerikaner und Franzosen. Nunmehr stand die letzte Etappe der Reise, die 1,5 stündige Busfahrt nach Krasnaja Polyana auf dem Plan. Die Talstation der 2 Seilbahnen, die ins Skigebiet von Esto Sadok führen, war gegen 3.30 Uhr erreicht. Bei strömendem Regen warteten wieder unsere 500 kg auf uns, die mit Hilfe vieler Helfer zügig in die Kabinen der Bahn verstaut wurden. Nachdem wir die Sicherheitsüberprüfung an der Talstation absolviert, hatten fuhren wir gemeinsam mit dem amerikanischen Team nach oben. Jeder der schon einmal Skigefahren ist weiß, dass man sich beim Ein- und Aussteigen in die vorüber fahrenden Kabinen beeilen muss. Wenn man sieht, wie die Rollifahrer das machen weiß man, dass man es mit ausgesuchten Athleten zu tun hat. Auf der Fahrt nach oben, die wir in vollständiger Dunkelheit absolviert hatten, wurde das Regentrommeln schrittweise leiser und der Ausstieg in der Bergstation endete im Neuschnee. Nunmehr war es 5 Uhr am Morgen. Trotz der frühen Morgenstunde waren wir eine halbe Stunde später in den Unterkünften und gegen 10 Uhr sollte das erste freie Training beginnen.

14.03.2013: Freies Training
Als Willkommensgruß weckte uns das Olympische Dorf mit strahlendem Sonnenschein. Nunmehr hatten wir auch die Möglichkeit, die Schönheit der Anlage zu bewundern. Alle Teams waren in stilvollen Holzhäusern untergebracht. Jedes der Häuser hatte 5 Doppelzimmer, 3 auf der ersten Etage und 2 auf der zweiten. Zusätzlich hatte jedes Haus einen wohnzimmerartigen Sozialraum und einen kleinen Raum zum Schuhe trocknen.

Unser Haus im Olymischen Dorf

Unser Haus im Olymischen Dorf

Olympisches Dorf

Olympisches Dorf

Nachdem Frühstück ging es zum ersten freien Training und zum Erkunden der Strecken. Der Weg vom Olympischen Dorf ins Skistadion Laura wurde mit rollstuhltauglichen Skidos absolviert.

Transport im Skidoo

Transport im Skidoo

Die russischen Helfer hatten bereits die Ausrüstung in die Technikcontainer gebracht, so dass wir sofort auspacken und loslegen konnten. Es folgten die ersten Skitests bei sensationellem Wetter und ca. 15 Grad Celsius. Relativ schnell schien klar, dass die Wachse, Schliffe und Strukturen an nasse Bedingungen angepasst werden müssen.

15.03.2013: Skitests
Skitests sind notwendig, denn das Gleiten auf Schnee ist ein komplexer Vorgang. Zum einen ist gefrorenes Wasser ein physikalisch anspruchsvolles Forschungsgebiet. Frischer Schnee besteht aus Schneeflocken, die in der Regel sechseckig sind aber keine Schneeflocke der anderen gleicht. Am Boden behalten die Schneeflocken nur kurz ihre Gestalt und beginnen je nach Temperatur und Feuchtigkeit einen Transformationsprozess in dessen Folge eckige oder kugelförmige Schneekörner entstehen.

Neuschnee

Neuschnee

Abgelagerter Schnee

Abgelagerter Schnee

Diese Körner haben eine Größe von ca. 100 µm bis zu 5 mm und verändern ihre Form permanent durch Tau- und Gefriervorgänge. Da Wettkampfschnee sowohl aus Natur- aber auch Kunstschnee besteht ist der Formenvielfakt keine Grenze gesetzt.

Zum anderen bringt neben der Schneevielfalt auch die Skipräparation ein hohes Maß an Kombinationsmöglichkeiten mit. Hierbei geht es um die Wachsauswahl, den Skischliff, die Skibearbeitung und die nachträgliche Prägung mit Strukturwalzen. Summiert man alle Einflussmöglichkeiten kommt man zur Erkenntnis, dass es unmöglich ist, alle Größen abzutesten. Genau an dieser Stelle setzt die Wissenschaft an. Durch systematische Versuche sowie geeignete Schlüsselexperimente wird das komplexe System Ski – Schnee vereinfacht und handhabbar gemacht.

Skitests vor phantastischer Kulisse

Skitests vor phantastischer Kulisse

18.03.2013: Wetterkapriolen
Während der letzten 3 Tage wurde deutlich, wie wechselhaft das Wetter im Kaukasus sein kann. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht betrug zum Teil mehr als 25 Grad Celsius. Die Rekordmittagstemperatur lag bei 19 Grad Celsius, kein Wunder, denn dieser Teils des Kaukasus liegt auf derselben geographischen Breite wie Nizza. Bei Westwind läd sich die Atmosphäre über dem Schwarzen Meer derart mit Feuchtigkeit auf, dass Niederschläge über Nacht am nächsten Morgen mit einem halben Meter Schnee und mehr überraschen können. Neben Regen und Schnee lernten wir auch die Kraft des Windes kennen. Etwa anderthalb Tage benötigten die Aufräumarbeiten eines Sturms, der viele Bäume entwurzelt hatte.

Sotschi-093

21.03.2013: Theorie und Praxis
Durch den schnellen Wechsel der Wetterlagen war unsere Datenmenge in kurzer Zeit enorm angewachsen, so dass ich jeden Nachmittag von 13 Uhr bis 21 Uhr – unterbrochen nur vom Abendessen – mit der Auswertung beschäftigt war. Nach einem kurzen Skypekontakt mit der Heimat saßen wir dann noch von 22 Uhr bis Mitternacht zusammen und haben die Ergebnisse besprochen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse sowie des erfolgreichen Transfers von Laborwissen in den Wachscontainer hatte das Team sehr gute Ski zu Verfügung, was auch zu mehreren vorderen Platzierungen beitragen hat.

Martin Fleig im Glück

Martin Fleig im Glück

22.03.2013: Rückkehr nach Deutschland
Am Tag der Abreise warteten wieder unsere 500 kg auf uns. Die Zollkontrollen gestalteten sich wie erwartet kompliziert. Besonders beeindruckt waren die Beamten von einer computergestützten Braillezelle, mit der die blinden Athleten ihre Bücher lesen. Ein weiteres Highlight war meine 15 cm große schwarze Kugel, die ich von Testo zur Messung der Sonnenstrahlungsintensität erhalten hatte. Diese Kugel musste ich mehrfach auspacken und belegen, dass es sich um nichts Gefährliches handelt.

Strahlungsmessung im Schnee

Strahlungsmessung im Schnee

Mit mehr als einer Stunde Verspätung konnten wir dann Sotschi verlassen und ebenso verspätet Moskau erreichen. Vorsorglich hatte Aeroflot den Anschlussflug aufgehalten und uns wieder über die Spezialgänge zum Gate gebracht. Am Gate warteten einige Fluggäste schon seit Stunden und waren dementsprechend missgelaunt. Diese Laune änderte sich schlagartig, als die Wartenden die Ursache der Verspätung erkannten. Ich war von der Freundlichkeit der Leute wirklich überrascht! Es fiel kein böses Wort. Im Gegenteil, viele fragten, wo wir herkämen und wie die Wettkämpfe liefen.
Für mich waren die Wettkämpfe in Sotschi der erste längere Kontakt mit dem Team und den Betreuern. Ich war sehr beindruckt von der Leistungsfähigkeit der Athleten und angetan vom Einfühlungsvermögen der Begleiter.

30.07.2013: update an das Konsortium
Sehr geehrte Projektpartner,
ich möchte mich heute wieder mit Informationen zum Projekt Snowstorm bei Ihnen melden.

Im Anhang an diese e-mail erhalten Sie das erste Bild des neuen Skischlittens.

Der erste Prototyp

Der erste Prototyp

Wir haben es riskiert und die Designphase I (Unterbau) mit der Designphase II (Sitz) kombiniert. Die Konstruktion erfolgte durch Dr. Tobias Ziegler (Fraunhofer IWM) in Zusammenarbeit mit Herrn Edgar Grendatsch, der unter Leitung von Frau Prof. Anke Bernotat (Folkwang Universität) seine Batchelorarbeit anfertigte. Vorige Woche wurde der Unterbau in Helmstedt bei der Firma rpm rapid product manufacturing in hervorragender Qualität hergestellt. Morgen geht der Schlitten zur Firma Rapp und Seifert, die die Feinarbeiten am Sitz durchführen wird.

Nächste Schritte:
Im August wird unser Athlet Martin Fleig die ersten Tests mit dem Schlitten auf Asphalt absolvieren. Wir werden bis dahin den Unterbau mit Dehnmessstreifen ausstatten, um die mechanisch kritischen Bauteile zu analysieren. Basierend auf diesen Tests soll es dann im Spätherbst noch ein Re-Design geben. Am 10. Oktober werden wir den Schlitten in der Skihalle Oberhof testen. Bei diesen Tests werden auch mdr , ZDF nano sowie die Produktionsfirma doc.station anwesend sein. Ich werde im September über den genauen Zeitplan informieren. Zur Einführung des Schlittens planen wir im Winter in Freiburg eine Pressekonferenz. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.

Allen Partner möchte ich ganz herzlich danken!
Sportliche Grüße!
Matthias Scherge

21.08.2013: Ein weiteres update
Sehr geehrte Projektpartner,
heute wieder ein paar Information zum Projekt Snowstorm.

Die ersten Tests mit und ohne unseren Athleten Martin Fleig sind erfolgreich absolviert worden. Martin Fleig war vom Produkt sehr positiv überrascht und von der Leichtigkeit beeindruckt.

Adaption des Sitzes

Adaption des Sitzes

Wir selbst waren sehr angespannt, da erst durch die Tests mit dem Athleten reale Belastungen durchgespielt werden konnten. Völlig unvorhersagbar war für uns das Gefühl, welches Martin im Schlitten entwickeln sollte. Wie die Bilder zeigen, hat er sich aber gleich sehr wohl gefühlt. Kommende Woche erfolgen die ersten Tests auf Rollen, zuerst auf gerader Strecke dann auf der Wettkampfstrecke auf dem Notschrei.

08.09.2013: update September
Sehr geehrte Projektpartner,
heute möchte ich Ihnen die anderen Teilprojekte von „Snowstorm“ näher erläutern. Neben der Entwicklung der Skischlitten lauten die anderen Teilprojekte: Skioptimierung, Modellbildung und Meteorologie.

Snowstorm_Einseiter

Skioptimierung
Nachdem wir in Sotschi vor Ort eine Vielzahl von Daten zu Schnee, Strecke und Wetter aufgenommen hatten, laufen derzeit 3 akademische Arbeiten zur Auswertung und Modellbildung. Roman Böttcher arbeitet bereits seit 2 Jahren an einer Dissertation zum Thema Eistribologie. Er betreut zur Zeit Phillip Olschowski, der in seiner Bachelorarbeit Kriterien für das Finden von schnellen Ski erarbeitet. Weiterhin arbeitet Florian Schillinger an seiner Masterarbeit. Diese Arbeit hat das Ziel, die Erkenntnisse aus dem Labor in den Wachscontainer zu überführen und damit der Mannschaft nutzbar zu machen. Florian Schillinger war Juniorenweltmeister in der nordischen Kombination und arbeitet als Technik für das paralympische Team.

Modellbildung
Eng verbunden mit den genannten Arbeiten ist die Modellbildung, die die gemessenen Reibungswerte in Relation zu den Umgebungsbedingungen bringen wird. Auf Basis dieses Modells soll die Skiauswahl, d.h. Schliff, Wachs, Präparation im Wettkampf vereinfacht werden. Das Modell berücksichtigt realitätsnahe Werte wie z.B. die vorherrschende Schneekorngröße. Sowohl die Skioptimierung als auch die Modellbildung basieren auf Reibungsmesstechnik von Tetra, Feuchte- und Temperaturmesstechnik von Testo, neuen Schliffen von Knoll sowie Wachsen von Holmenkol.

Meteorologie
Da es gelungen ist, die Meteorologen des Karlsruher Instituts für Technologie zu gewinnen, werden wir detaillierte Informationen zum Wetter bereit stellen können. Die Kollegen des KIT beschäftigen sich schon lange mit den meteorologischen Gegebenheiten im Spannungsfeld von Schwarzem Meer und Kaukasus. Wir werden Wetterdaten mit einem Rastermaß von 1 km!! zeitnah erhalten.

Skischlitten
Parallel zu den Aktivitäten an Martin Fleigs Skischlitten arbeiten wir an einem Skischlitten für Anja Wicker. Dank der handwerklichen Kunst von Martin Rapp konnte, wie bereits für Martin Fleig, der Innensitz auf die körperlichen Anforderungen von Anja angepasst und gefertigt werden. Wir planen, diesen Sitz auf der Basis des Kunststoffunterteils von Martin Fleig zu einem weiteren Skischlitten zu entwickeln.

Sportliche Grüße!
Matthias Scherge

15.10.2013: update Oktober
Sehr geehrte Projektpartner,
seit letzter Woche Donnerstag kann ich wieder besser schlafen! Aber der Reihe nach.

Ich hatte Sie ja über den Termin für die ersten Tests des Skischlittens auf Schnee informiert. Zum Termin kamen Vertreter der Firmen Holmenkol, Knoll, Rapp und Seifert, 3 Kamerateams sowie nahezu die gesamte paralympische Nationalmannschaft. Bereits am Vortag des Skitests reisten die Holmenkol Leute an, um den Wachsraum mit den Firmenfarben blau/weiß auszukleiden.

Holmenkol bei der Arbeit

Holmenkol bei der Arbeit

Am 10. Oktober hatten wir dann von 7 bis 9.30 Uhr Gelegenheit, den Schlitten unter realitätsnahen Bedingungen bei -5 Grad Celsius zu testen.

Mit erhöhtem Puls habe ich kurz vor 7 Uhr die Wettkampfski von Martin Fleig angebracht und den Schlitten zum Akklimatisieren der Messtechnik in die Halle getragen. Wie schon bei den Tests auf Asphalt war der Schlitten mit Dehnmessstreifen bestückt, um alle kritischen Beanspruchungen zu erfassen. Gegen 7.30 Uhr erschien die Mannschaft und Martin Fleigs erste Aufgabe war das sensorüberwachte Wechseln vom Rollstuhl in den Skischlitten.

Schlitteneinstieg

Schlitteneinstieg

Danach folgten einfache Belastungsversuche wie z.B. Oberkörperbewegungen vor und zurück sowie links und rechts. Die nächste Schwierigkeitsstufe – nicht für Martin sondern den Prototyp – war die Simulation des Skiwechsels und das damit verbundene Stehen auf einem Ski. Nunmehr konnte Martin die ersten Runden in der Halle drehen. Jeder Handgriff wurde von den 3 angereisten Kamerateams dokumentiert.

Medienbegleitung

Medienbegleitung

Nachdem unser Vertrauen in das neue Sportgerät gewachsen war, entschieden wir uns für die ersten Abfahrten mit angeschlossenen Kurven. Teilweise war Martin – der immer begeisterter dreinschaute, so schnell, dass die Kameraleute nicht mitkamen. Der Höhepunkt der Tests war die Anfahrt zum Schießstand, das Einnehmen der Schießposition, das Schießen sowie das Verlassen des Schießstands. Bei den Tests auf Asphalt hatten wir bereits bemerkt, dass das Ablegen zum Schießen nicht ein simples Kippen und Legen zur Seite ist, sondern ein biomechanisch komplexer Bewegungsablauf, der durch das Drehen über das vordere linke Bein des Schlittens eingeleitet wird. Auf Asphalt hatten wir hier den ersten Bruch, der durch Einbringen von leichten Metalleinlegern behoben wurde.

Beim Schießen

Beim Schießen

Resumé des Skitests: Martin Fleig war von der einfachen Handhabbarkeit des Schlittens sowie vom geringen Gewicht sehr begeistert. Glücklicherweise konnte unser Orthopädiemechanikmeister bei den Tests anwesend sein, um die Sitzpolsterung zu begutachten und im Gespräch mit Martin Fleig Optimierungen zu finden. Alle Tests auf Schnee liefen so zufriedenstellend, dass ich nun wieder gut schlafen kann!
Mit den gewonnenen Erfahrungen und Messdaten erfolgt diese Woche das Re-Design des Schlittens, der Ende nächster Woche bei rpm in Helmstedt gefertigt wird. Zu diesem Termin wird ebenfalls das Fernsehen vor Ort sein.

Ich melde mich wieder bei Ihnen, wenn die zweite Version des Schlittens fertig ist. Bis dahin verbleibe ich mit
sportlichen Grüßen!
Matthias Scherge

08.11.2013: Skitest unter Laborbdedingungen
Ein der größten Herausforderungen in der Skitribologie ist die Übertragung der Ergebnisse vom Labor in die Praxis. Daher sind Tests im Schnee unerlässlich, um die Modelle zu testen und auf ihre Robustheit hin zu überprüfen. Es muss darauf geachtet werden, dass die reibungsverringernden Maßnahmen, die im Labor gefunden wurden, auch im Skicontainer unter Wettkampfbedingungen umzusetzen sind.
Aus diesem Grund erfolgten die Tests am 8. November unter realitätsnahen aber konstanten äußeren Bedingungen in der Skihalle Oberhof. Nach der Messung von Lufttemperatur und –feuchte sowie Schneetemperatur (siehe Bild) und –feuchte wurden mit speziell präparierten Skatingski Gleittests gefahren, bei denen die Fahrzeit als wichtigstes Bewertungskriterium genutzt wird. Neben der reinen Fahrzeit wird durch den Tester auch das Fahrgefühl bewertet.

Messung der Schneetemperatur

Messung der Schneetemperatur

Nach Auswertung aller Daten zeigte sich, dass unsere Modelle das Gleiten schon sehr gut abbilden. An dieser Stelle ein großer Dank an die Betreiber der Skihalle für die phantastischen Bedingungen und den tollen Service!!

29.11.2013: update November
Sehr geehrte Projektpartner,

Skischlitten
vor 14 Tagen haben wir von der Firma rpm die 2. Version des Schlittens erhalten. In diese Variante waren alle Änderungen, die sich auf Grund der Tests ergaben, eingeflossen. Hauptsächlich wurden die tragenden Elemente verstärkt, indem dünne Stahlbänder in den Kunststoffelementen integriert wurden. Weiterhin wurde die Materialstärke an mehreren Stellen erhöht sowie an anderen Stellen zugunsten des Leichtbaus verringert.

Prototyp 2

Prototyp 2

Mit diesem Schlitten hat Martin Fleig am 26.11. ca. 2 Stunden intensive Tests absolviert. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die stabilitätserhöhenden Änderungen gegriffen haben. Leider gab es aber an nicht tragenden Teilen (wo wir die Materialstärke verringert hatten) Brüche. Diese Fehlerstellen sind mittlerweile repariert worden, so dass Martin Fleig den Schlitten nächste Woche mit zu Tests nach Italien nehmen wird.

Teilprojekt Ski
Florian Schillinger kommt sehr gut mit seiner Diplomarbeit voran. Die Labortests konnten mit vielfältigen Feldtests unterlegt werden. Auf dieser Basis werden zur Zeit von der Firma Knoll neue Skischliffe hergestellt.

Teilprojekt Meteorologie
In Zusammenarbeit mit den Meteorologen des Karlsruher Instituts für Technologie laufen die Vorbereitungen für detaillierte Wetterprognosen für Sotschi. Es ist uns gelungen, für dieses Teilprojekt den Deutschen Skiverband zu gewinnen. Im Januar wird zum Biathlon Weltcup in Oberhof ein erster Wettertestlauf erfolgen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und verbleibe mit sportlichen Grüßen!
Matthias Scherge

02.01.2014: Wetterbericht für Oberhof
Basierend auf den Erfahrungen von Sotschi – schnelle Wetteränderungen bei relativ mäßiger Vorhersagequalität der erhältlichen Wetterberichte – sind wir eine Kooperation mit dem Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT eingegangen. Gemeinsam mit LACUNOSA werden zur Zeit hochgenaue Wettermodelle für die Austragungsorte der Winterolympiade sowie der Paralympics vorbereitet. Zur Prüfung der Leistungsfähigkeit der Modelle wurde der Biathlon Weltcup von Oberhof genutzt und für die Wettkampftage am 3. und 4. Januar mit 72 Stunden Vorlauf die stundengenaue Vorhersage erstellt. Da die laterale Vorhersagegenauigkeit sensationelle 1 km beträgt, konnte exakt auf das Biathlonstadion am Grenzadler fokussiert werden.

72 Stunden Vorhersage für Oberhof

72 Stunden Vorhersage für Oberhof

03.01.2014: Biathlon Weltcup Tag 1
Gegen 9 Uhr begannen nach der Besprechung der Wettersituation die Präparationsarbeiten der DSV Techniker.

Arbeiten im Wachstruck des DSV

Arbeiten im Wachstruck des DSV

Mit Hilfe der Meteorologiedaten sowie unserer Beratung zu Schnee und Skischliff wurden Testski präpariert und im Stadion getestet, um die schnellste Variante zu finden.

Bei den Skitests

Bei den Skitests

Danach wurden die Ski der Athleten vorbereitet und um 15 Uhr begann das erste Rennen.

04.01.2014: Biathlon Weltcup Tag 2
Nachdem am ersten Tag wieder typischen Oberhofwetter war – Nebel, Nieselregen, Wind – heiterte es am zweiten Tag, exakt wie es die Vorhersage anzeigte, kurz nach 12 Uhr auf und die Sonne kam sogar zum Vorschein. Im Biathlonstadion versammelten sich 24.000 Fans und sorgten für sensationelle Stimmung.

Blick in das Biathlonstadion

Blick in das Biathlonstadion

Resumé der beiden Tage: Das auf Oberhof angepasste Wettermodell hat 100%ig funktioniert. Die Vorhersagequalität war beeindruckend gut. Die Techniker des DSV waren überzeugt.

Damenrennen, Verfolgung

Damenrennen, Verfolgung

09.01.2014: Ende der Prototypenphase
Ende Dezember wurde das Prototypenstadium abgeschlossen und auf Basis der Daten das Design in Metallbauweise überführt. Hierzu waren Konstruktionsarbeiten notwendig, die durch Tobias Ziegler vom Fraunhofer IWM sowie Johannes Höfflin von der Firma Knoll Feinmechanik GmbH vorgenommen wurden.

Konstruktionsbesprechung bei Firma Knoll Feinmechanik

Konstruktionsbesprechung bei Firma Knoll Feinmechanik

Durch die Firma Knoll wurde die BUT GmbH mit der Fertigung der Metallteile beauftragt.

10.01.2014: Ein neuer Partner im Team
Seit Anfang Januar arbeitet die Firma BUT GmbH aus Lahr mit an der Fertigung des Schlittens für Martin Fleig. Jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Metallbearbeitung sowie des Leichtbaus machen BUT zu einem sehr attraktiven Partner.

13.01.2014: Das CAD ist abgeschlossen
Im intensiven elektronischen Hin und Her entstanden über das Wochenende die Zeichnungen für die Fertigung. In einer Besprechung mit dem Geschäftsführer der BUT GmbH Herrn Achim Redt wurden in Lahr die letzten Details geklärt

CAD Vorlage für die Fertigung

CAD Vorlage für die Fertigung

17.01.2014: Steinboc
Besuch und fachlicher Austausch mit den Gründern von Steinboc.
Tolle Boards aus dem Ländle mit frischem Holzdesign und Hi-Tech im
Inneren.

Steinboc

Steinboc

22.01.2014: Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit nimmt so langsam Fahrt auf. Heute konnten wir Jürgen Essig vom SWR 1 begrüßen und ihn über das gesamte Projekt informieren.

Matthias Scherge informiert über das Projekt

Matthias Scherge informiert über das Projekt

Am Nachmittag gab es dann noch Kontakt zum SWR 3.

Die Weltspitze der Athleten macht zur Zeit Zwischenstopp im Schwarzwald. Heute beginnt der IPC Weltcup in Oberried.

23.01.2014: Hochzeit
Hochzeit ist der Tag in der Automobilbranche an dem der Antriebstrang unter die Haube kommt. Für unseren Schlitten bedeutete das die Vereinigung von Unterbau und gepolstertem Sitz. Der erste Kontakt mit unserem “Antriebsstrang” Martin Fleig ist für nächste Woche geplant. Bis dahin müssen noch Optimierungen an der Polsterung erfolgen.

Der nahezu fertige Schlitten

Der nahezu fertige Schlitten

22.02..2014: Der Sitz passt
Die Anpassung des Sitzes an den Körper von Martin ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Optimal wäre es, wenn der Schlitten ein Teil des Körpers wird. Erst dann ist maximaler Kraftfluss und Fahrkomfort gegeben.

Martin im neuen Schlit

Martin im neuen Schlitten

Seit heute befindet sich die Nationalmannschaft im letzten Trainingslager vor den Paralympics. Wir hoffen, dass sich der Schlitten bewährt!

04.02.2014: Der letzte Schliff
Bei der Firma Knoll Feinmechanik aus Umkirch werden die Skischleifmaschinen für Montana entwickelt. Diese Technik haben wir genutzt, um dem Paralympischen Team neuartige Skischliffe zur Verfügung zu stellen.

Skibelag mit Schliff

Skibelag mit Schliff

Historie von Montana:

Messevideo

Imagevideo

05.02.2014: Post aus den Alpen
Heute war der Tag, auf den ich schon lange gewartet habe. Martin Fleig schrieb an unseren Konstrukteur die folgende E-Mail:

Hallo Tobias,

anbei ein paar Fotos von mir im neuen Schlitten. Den “Härtetest” am Alpinhang hat er gut gemeistert.

Martin im Alpinehang

Martin im Alpinehang

Es gibt allerdings noch das ein oder andere Detail was noch bearbeitet bzw. geändert werden muss. Es geht z. B. um die Sitzfläche. Können wir diese irgendwie noch von der Form her verändern? Wäre gut, wenn sie noch mehr in Richtung Oberschenkel ginge …

Dann ist es so, dass ich nach jedem Training diese Schrauben welche an der Skiaufnahme den Stift ersetzen, festziehen muss. Da müssen wir doch was anderes finden. Stifte statt der Schrauben sind einfach besser.

Werde nun planmäßig den Schlitten vom Martin Rapp und von euch mit nach Sochi nehmen WENN nichts mehr dazwischen kommt. Bei der Deutschen Meisterschaft Mitte Februar werde ich allem Anschein nach den Schlitten von euch zum Einsatz bringen.

19.02.2014: Der Wetterbericht stimmt
Alle Rückmeldungen aus Sotschi sind positiv. Der hochgenaue Wetterbericht, den unsere SNOWSTORM Partner vom KIT erarbeiten, wird täglich von den Skitechnikern des DSV genutzt. Auch die Helmholtz Gesellschaft ist an unserer Arbeit interessiert.

20.02.2014: Der Tag der Übergabe
Nach reichlich einem Jahr Arbeit wurde der Schlitten an Martin Fleig übergeben. Martin war sichtlich angetan. Auch das Fernsehen war dabei.
Nun geht es nochmals für eine Woche ins Höhentrainingslager und am 3. März nach Sotschi.

Martin Fleig im neuen Schlitten

Martin Fleig im neuen Schlitten

29.03.2014: Es ist vollbracht
Am vergangenen Sonntag endete das Projekt “Snowstorm”.
Mit den Teilprojekten
-Skischlitten
-Schnelle Ski
-Wettermodell
haben wir bei 3 Mal Gold und 1 Mal Silber mitgeholfen. Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann!
Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Partnern für die hervorragende Arbeit bedanken. Es ist uns gelungen, ein extrem leistungsfähiges Konsortium zu formen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns nicht aus den Augen verlieren. Vielleicht wäre es möglich, uns im Sommer zu einem Gedankenaustausch zu treffen, um neue Themen zu finden. Ich freue mich auf Ihre Anregungen!